Hodenkrebs Vorsorge beginnt Zuhause!


Krebs ist wie oft angenommen keine reine Erkrankung des Alters, grade bei Hodenkrebs sind die Betroffenen oft grade mal Mitte 20. Zwar ist der bösartige Hodentumor eher selten, allerdings ist Hodenkrebs die am meisten vorkommende Krebserkrankung bei Männern unter 40 und die Zahl der Erkrankungsfälle steigt.

Ein höheres Risiko an Hodenkrebs zu erkranken haben Männer die z.B schon mal am Hoden operiert wurden oder bei denen die Krebsart bereits in der Familie aufgetreten ist. Viele Männer haben bereits eine OP am Hoden über sich ergehen lassen ohne dies zu wissen, denn bei dem sogenannten Leistenhoden, einer Lageanomalie des Hodens bei der sich dieser nicht im Hodensack sondern in der Leistengegend befindet, er ist also quasi „hochgerutscht“, wurden diese bereits im Kleinkindalter operiert. Auch Männer die einmal einen Leistenhoden hatten, weisen ein höheres Erkankungsrisiko auf. Deshalb ist es wichtig sich z.B. bei seinen Eltern darüber zu informieren ob dies der Fall war.

Im allgemeinen gilt Hodenkrebs als sehr gut heilbar, allerdings nur dann wenn er früh erkannt wird, denn sonst hat die heimtückische Krankheit unter Umständen schon Metastasen in anderen Körperregionen gebildet. Das Gute ist, dass bei kaum einer Krebsart die Selbstvorsorgeuntersuchung so einfach Zuhause erfolgen kann!

Der männliche Hoden ist nur von einer dünnen Hautschicht umgeben und sehr gut abzutasten. Deshalb sollte man(n) sich nach Möglichkeit regelmäßig selbst untersuchen und das möglichst mehrmals im Monat.

So tasten Sie Ihren Hoden richtig ab

Am besten nehmen Sie eine entspannte Position ein, zum Beispiel bietet die morgendliche Dusche die ideale Situation um seinen Hodensack abzutasten. Nun fühlt man sich vorsichtig einzeln um die beiden gesamten Hoden herum, er sollte sich gleichmäßig flexibel anfühlen, Verhärtungen oder Knoten sind auf jeden Fall ein Grund dafür einen Termin beim Arzt bzw. Urologen auszumachen. Aber keine Sorge, ein Knoten am Hoden muss nicht sofort Krebs bedeuten, es gibt diverse andere Krankheiten die sich ebenfalls als Knoten im Hodensack bemerkbar machen. Dennoch, wenn Sie etwas ertasten, dann müssen Sie auf jeden Fall damit zum Arzt, nur dieser kann sicher ausmachen worum es sich bei der ertasteten Anomalie handelt.

Die Untersuchung und die Therapie

Wenn Sie etwas merkwürdiges am Hoden ertastet haben oder der Vorsorge wegen einen Arzt aufsuchen dann erwartet Sie normalerweise eine Abtastung, ein Ultraschall und eine Blutuntersuchung. Bei einem Verdacht wird auch der restliche Körper auf Metastasen, meist Mittels Computer oder Magnetresonanztomographie untersucht. Erhärtet sich der Hodenkrebsverdacht durch Ultraschall und Blutergebnisse wird der betroffene Hoden freigelegt und entfernt. Keine Sorge, im Regelfall kann der andere Hoden noch genug Hormone und Spermien produzieren um Potenz und Zeugungsfähigkeit bei zu behalten, ansonsten werden ggf. Medikamente verschrieben.

Je nach Tumorart und Stadium wird der Arzt nach der Operation entscheiden ob es zu Folgebehandlungen in Form von Chemotherapie oder Bestrahlung kommen wird.

Die Angaben in diesem Artikel ersetzen keinen medizinisch fundierten Rat, bei einem Eigenverdacht auf Hodenkrebs informiert man bitte umgehend seinen Arzt und macht einen Termin bei einem Urologen aus.