Mit Beckenbodentraining gegen den vorzeitigen Samenerguss

Mit Beckenbodentraining gegen den vorzeitigen Samenerguss


Beckenbodengymnastik, das ist doch nur was für inkontinente Omas!

Stimmt nicht! Denn auch Männer jeden Alters können von der richtigen Beckenbodengymnastik profitieren. Denn zum einen kann es für eine härtere Erektion sorgen, zum Anderen kann es vorzeitigen Samenerguss vorbeugen. Obendrein – und das ist wohl Grund für die Vermutung es wäre nur etwas für Seniorinnen, beugt es Harninkontinenz vor.

Beckenboden?

Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bindegewebe und schließt das Becken zwischen Penis und Anus, nach unten ab. Er stützt die Eingeweide und somit auch die restlichen Organe, welche quasi auf den Eingeweiden „liegen“. Normalweise arbeitet diese Muskulatur automatisch, allerdings nur halb, denn sie ist durchaus steuerbar. Beim urinieren zum Beispiel entspannt man den Beckenboden, durch das Anspannen wiederrum kann man das Urinieren unterbrechen. Wer schon einmal extrem stark pinkeln musste, dem ist das Anspannen des Beckenbodens sehr gut bekannt, damit nichts in die Hose geht, zieht man den Beckenboden in einem solchen Notfall automatisch stark  zusammen.

Beckenbodentraining

Das Beckenbodentraining bietet wie ja bereits erwähnt einige Vorteile. Es kann zu einer längeren Ausdauer im Bett führen, die Erektion verstärken, eine bessere Kontrolle über Ejakulation bieten, angeblich sogar zu multiplen Orgasmen führen.  Bevor Sie jedoch mit dem Beckenbodentraining beginnen, sollten sie einige Grundlagen beachten.

Basics

  • Ruhe: Für Ihr Training benötigen Sie Zeit und Ruhe, nehmen Sie sich doch einfach 15 Minuten am Tag Zeit um sich nur auf Ihr Training zu konzentrieren!
  • Anspannung: Den Beckenboden spannen sie an indem sie ihren Damm (Der Bereich zwischen Hoden und Anus) quasi in sich hineinziehen.
  • Ruhige gleichmäßige Atmung: Ihre Atmung ist tief, Bauchatmung keine Brustatmung. Behalten sie den Rhythmus bei und atmen Sie nach Möglichkeit durch die Nase ein uns sanft durch den Mund aus. Beim ausatmen spannen sie den Beckenboden kräftig an, so lange sie können, zählen sie dabei im Kopf langsam und gucken Sie wie weit Sie kommen, so können Sie ihren Trainingserfolg mit der Zeit quasi messen. Natürlich das einatmen nicht vergessen! Das bildet die Grundlage einer jeden Übung!

Positionen

  1. Der potente Reiter: Setzen Sie sich auf ein Kissen oder eine Nackenrolle, welches sie zusammengerollt zwischen ihren Beinen positionieren, in etwa so als würden Sie auf einem Pferd sitzen. Nun wenden Sie die oben genannte Atmungsgrundlage an.
  2. Liegend: Legen Sie sich auf den Rücken, nun atmen sie zuerst ganz entspannt durch. Nach einigen Minuten beginnen Sie mit der Beckenbodengymnastik wie beschrieben.
  3. Crossed Legs: Sie setzen sich hin, bspw. auf eine Bettkante oder einen gepolsterten Stuhl, nun kreuzen Sie die Unterschenkel und fangen mit der Übung an.
  4. Push Up: Sie legen sich flach auf den Rücken, am besten auf den Boden, oder eine Yoga Matte. Wenn sie ausatmen, drücken Sie sich mit den Beiden und den Unterarmen nach oben, so dass sie quasi eine Brücke bilden. Sie ziehen den Bauch ein und spannen ihre Beckenbodenmuskulatur an.

Dieses Training kann beliebig oft wiederholt werden. Wir empfehlen für den Anfang sich zuerst einmal am Tag mit einer der oberen Übungen zu beschäftigen und dann nach und nach eine dazu kommen zu lassen, so dass man problemlos 2-3 Trainingseinheiten pro Tag erreichen kann, die jeweils 10 – 20 Minuten dauern.