Was sind PDE-5-Hemmer?

Was sind PDE-5-Hemmer?


Vorweg: Bei Mitteln die die Erektion verstärken sollen, handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, nur ein Arzt kann die Entscheidung treffen ob ein Rezept ausgestellt werden sollte oder nicht.

Was sind PDE-5-Hemmer?

PDE-5-Hemmer oder auch Phosphodiesterase-5-Hemmer sind verschreibungspflichtige Medikamente die zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion (veraltet. Impotenz), verwendet werden. Zur Zeit gibt es 4 PDE-5-Hemmer auf dem Markt, Sildenafil (auch bekannt als Viagra), Vardenafil (Levitra), Tadalafil (Cialis) und der seit 2012 neu auf dem Markt erschienene Hemmer Avanafil (Stendra).

Wie ist die Wirkungsweise von PDE-5-Hemmern?

Stellen Sie sich Ihren Penis als leeren Luftballon vor. Bei einer Erektion wird dieser Luftballon gefüllt, bzw. die Schwellkörper im Penis, allerdings mit Blut, nicht mit Luft. Das passiert in der Regel bei sexueller Erregung. PDE-5-Hemmer machen nicht etwa „geil“, also haben keinerlei Auswirkungen auf die Libido, bzw. Die sexuelle Erregung, so wie oft angenommen wird.

Sie verstärken lediglich die Erektion, indem sie die Penismuskulatur, welche dafür sorgt, dass die Schwellkörper nicht mit Blut gefüllt werden, entspannt.Das funktioniert indem die Medikamente  das Enzym Phosphodiesterase-5, welche dafür sorgt dass eine Erektion aufhört, indem es wiederrum einen Transmitterstoff abbaut, der für eine Erektion sorgt, hemmt, so bleibt der Penis länger und mitunter auch stärker steif, da der für die Erektion zuständige Stoff nicht so schnell abgebaut wird.

Wann darf man PDE-5-Hemmer nicht einnehmen und was sind die Nebenwirkungen?

Viagra und Co. haben Wechselwirkungen mit diversen Medikamenten z.B Mitteln gegen Angina Pecttoris oder dem allgemein bekannten „Nitro-Spray“, welches bei Herz u. Blutdruckproblemen verschrieben wird. Bevor Sie mit der Einnahme von PDE-5 Hemmern beginnen, sollten Sie sich genaustens mit ihrem Arzt über eingenommene Medikamente und Vorerkrankungen, besonders jene die den Blutdruck, die Leber, oder das Herz-Kreislauf-System betreffen unterhalten. Dann wird Ihr Arzt entscheiden ob er Ihnen die Medikamente verschreibt, oder nicht. Auch auf Grapefruits muss während der Einnahme verzichtet werden. Die Wechselwirkungen finden sich natürlich  in der Packungsbeilage!

Besondere Vorsicht gilt den illegalen Fälschungen die oft im Internet angeboten werden. Oft ist nicht klar wie hoch die Wirkstoffkonzentration ist und ob sie vielleicht sogar gefährliche Inhaltsstoffe enthalten! Es empfiehlt sich immer, Medikamente über den legalen verschreibungspflichtigen Weg über einen Arzt / Bzw. eine Apotheke zu erwerben, auch wenn dies einige Euro teurer ist, sind Sie damit zumindest auf der sicheren Seite.

Ansonsten gelten PDE-5-Hemmer als gut verträglich wenn es auch des Öfteren zu Nebenwirkungen kommen kann einige der am meisten beobachteten Nebenwirkungen sind:

  • Kopfschmerzen 
  • Schwindel und Gleichgewichtsprobleme
  • Gesichtsrötungen
  • Verdauungsprobleme
  • Verstopfungen der Nase 
  • Farbsehstörungen
  • Muskelschmerzen

Neben diesen recht harmlosen Nebenwirkungen, sind mitunter allerdings bereits sehr schwere ungewollte Effekte aufgetreten, auch wenn diese eher eine Seltenheit sind und oft in Verbindung mit Vorerkrankungen standen, sollten sie nicht außer Acht gelassen werden. Da wir nicht auf alle unerwünschten Wirkungen von PDE-5 Hemmer eingehen und nur die am häufigsten beobachteten beschrieben haben, empfehlen wir Ihnen die Packungsbeilage ihres jeweiligen Medikamentes zu lesen. Zum Beispiel sollte bei einem Priapismus (Dauerrektion) oder bei andauernden Schmerzen in der Brust usw., nach Einnahme der Medikamente, sofort ein Arzt konsultiert werden!